Auf eine Moschee in Bielefeld ist ein Brandanschlag verübt worden. Wie das Westfalen-Blatt berichtet, seien die Täter in den Morgenstunden über Fenster in die Moschee eingestiegen, hätten Korane gestapelt und angezündet. Ein Bewohner des Hauses hätte die Flammen in den Räumen des türkischen Kultur- und Bildungszentrums bemerkt und diese löschen können. Der Sachschaden blieb gering.

Erst gut eine Woche zuvor war in einer anderen Moschee in Bielefeld ein Brand gelegt worden. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen und untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen den Taten besteht.

Ebenfalls in der Vorwoche war in Berlin-Kreuzberg eine Moschee ausgebrannt. Die Brandursache ist noch nicht abschließend geklärt. Die Polizei hatte aber Spuren eines Brandbeschleunigers gefunden. Eine Sonderkommission von Polizei und Staatsschutz untersucht, ob die Flüssigkeit vorsätzlich zur Brandlegung genutzt worden sei oder ob diese durch einen technischen Defekt oder fahrlässige Handhabung in Brand geraten sei.

Deutsche Moscheen werden einem Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung zufolge immer häufiger Ziel von Anschlägen. Zwischen 2001 und 2011 seien durchschnittlich 22 Übergriffe im Jahr gezählt worden, 2012 und 2013 waren es bereits 35 beziehungsweise 36. Die Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag und die darauf folgende Antwort der Bundesregierung.