Der erste in Deutschland behandelte Ebola-Patient hat das Krankenhaus gesund verlassen. "Es geht ihm gut, und er ist schon seit vielen Tagen nicht mehr infektiös. Wir freuen uns sehr für ihn, dass er nun in seine Heimat zurückkehren kann", heißt es in einer Mitteilung des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE). Die Entlassung erfolgte demnach bereits am Freitag.

Der aus dem Senegal stammende Mann hatte sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO während des Einsatzes in einem Labor in Sierra Leone infiziert. Er war am 27. August mit einem Spezialjet zur Behandlung ins UKE gebracht worden.

Das Universitätsklinikum ist eines von neun deutschen Spezialbehandlungszentren, die Patienten mit hoch ansteckenden Krankheiten wie Ebola versorgen können. Sie verfügen über speziell geschultes Personal sowie Isolierstationen. Dort sollen Dekontaminationsschleusen, permanenter Unterdruck sowie spezielle Luftfilter dafür sorgen, dass keine Erreger nach außen gelangen.

Ein zweiter Ebola-Patient ist in der Nacht zum Freitag in das Universitätsklinikum Frankfurt am Main aufgenommen worden. Laut Hessens Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) handelt es sich um einen Mitarbeiter einer italienischen Hilfsorganisation, der aus Uganda stammt und sich als Arzt ebenfalls in Sierra Leone bei der Versorgung von Ebola-Erkrankten mit dem Virus infizierte.

Nach etwa zweiwöchiger Behandlung ist auch in Paris eine junge französische Ebola-Patientin geheilt aus dem Krankenhaus entlassen worden, wie das Pariser Gesundheitsministerium mitteilte. Die Krankenschwester, eine Mitarbeiterin von Ärzte ohne Grenzen, hatte sich in Liberia angesteckt und war am 19. September für eine Spezialbehandlung ausgeflogen worden. Sie wurde in einem Militärhospital gepflegt.