Am vergangenen Mittwoch verstarb Thomas Eric Duncan. Er war der erste Ebola-Patient, bei dem das Virus in den USA festgestellt wurde. Nun ist eine Angestellte des Texas Health Presbyterian Krankenhauses im US-Bundesstaat Texas in einem ersten Test positiv auf das Virus getestet worden. Das teilte das Gesundheitsamt des Bundesstaates in einem Statement mit. Sie hatte den verstorbenen Patienten gepflegt. Das Virus sei in einem vorläufigen Test nachgewiesen worden, nun folgten weitere Untersuchungen.

"Wir wussten, dass es zu einem zweiten Fall kommen könnte, und wir haben uns auf diese Möglichkeit vorbereitet", sagte David Lakey, Kommissar der Texas Department of State Health Services. "Wir werden unser Team in Dallas erweitern, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern."

Duncan hatte sich in seinem Heimatland Liberia mit Ebola infiziert, das tödliche Virus wurde aber erst nach seiner Einreise in die USA diagnostiziert. Nach einer Ansteckung vergehen bis zu 21 Tage, bis erste Zeichen der Krankheit wie Fieber und Übelkeit auftreten.

Die Seuche hat in Westafrika mittlerweile mehr als 4.000 Menschen das Leben gekostet und ist vor allem in den Ländern Sierra Leone, Guinea und Liberia ausgebrochen. Die US-Regierung debattiert seit Tagen über den richtigen Weg, Infektionen mit der oft tödlichen Krankheit in den USA zu vermeiden. Auf dem New Yorker John F. Kennedy Airport werden Flugreisende aus von Ebola betroffenen Ländern seit Samstag nach der Ankunft auf mögliche Symptome untersucht. Nach US-Medienberichten hat der New Yorker Flughafen als erster von fünf großen US-Airports mit dem Screening begonnen.