Bisher ist kein einziges Wrackteil des verschollenen Flugs MH370 gefunden worden. Nach zahlreichen erfolglosen Suchaktionen könnte es nun neue Hoffnung geben: Die australischen Behörden haben die Suche nach der malaysischen Passagiermaschine wieder aufgenommen. Martin Dolan, der Leiter der Australischen Behörde für Verkehrssicherheit (ATSB), zeigte sich gegenüber dem Guardian "vorsichtig optimistisch" für den Einsatz im Indischen Ozean.

Das US-Tiefseeforschungsschiff GO Phoenix erreichte am Sonntag das neu eingegrenzte Suchgebiet, teilte die ATSB mit. Auch das niederländische Schiff Fugro Discovery kam am Sonntag in Perth an und soll von Freitag an den Einsatz unterstützen. Mit der Fugro Equator stößt Ende Oktober ein drittes Spezialschiff dazu.

Die Schiffe können mit speziellem Sonar und Unterwasser-Drohnen den bis zu sechs Kilometer tiefen Meeresgrund nach möglichen Wrackteilen absuchen. Man arbeite an den Grenzen des heutigen Technik-Standes, sagte Dolan. Bereits im April und Mai hatten die Einsatzkräfte mit einer U-Boot-Drohne nach dem Wrack gesucht. Die eingesetzte Bluefin-21 konnte aber nicht tief genug tauchen.

Umstände des Unglücks weiter völlig ungeklärt

Flug MH370 der Malaysia Airlines war am 8. März mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking vom Kurs abgekommen. Satelliten-Signale deuten darauf hin, dass die Maschine Stunden später im südlichen Indischen Ozean abstürzte. Die Umstände des Unglücks sind aber noch fast völlig ungeklärt. Die bisherigen Sucheinsätze liefen erfolglos.

Experten haben seitdem über Monate Vermessungen des Meeresbodens analysiert. Damit soll das Gebiet eingeschränkt werden, in dem die Maschine am wahrscheinlichsten abgestürzt sein könnte. Die nun neu definierte Zone erstreckt sich als Bogen über 60.000 Quadratkilometer – eine Fläche so groß wie Hessen und Nordrhein-Westfalen zusammen. Der Verlauf entspricht den Kontakten, die es mit dem Flugzeug gab, bevor es verschwand.

Australien koordiniert den Einsatz und hat dafür mit der malaysischen Regierung die niederländische Forschungsfirma Fugro Survey beauftragt. Deren Fugro Equator war bereits für die Vermessung des Meeresgebiets im Einsatz. Seither wurden mehr als 111.000 Quadratkilometer Meeresboden kartiert. Das Areal ist mit tiefen Schluchten und gewaltigen Vulkangipfeln extrem zerklüftet.