In Frankreich ist erneut das Flugverbot über Atomkraftwerken verletzt worden. Die Atomanlagen Penly am Ärmelkanal und Golfech im Südwesten Frankreichs seien am Donnerstagabend von Drohnen unbekannter Herkunft überflogen worden, teilten die Polizei und der Kraftwerkbetreiber EDF mit.  

In den vergangenen Wochen waren bereits über sieben französischen Atomkraftwerken Drohnen gesichtet worden – teils wurden die Kraftwerke mehrfach überflogen. Der Stromkonzern EDF erstattete Anzeige.

EDF, das französische Militär und die Behörden versicherten, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Sicherheit der Atomkraftwerke bestanden habe. In Frankreich ist es verboten, Kernkraftwerke in einem Umkreis von fünf Kilometern und einer Höhe unter 1.000 Metern zu überfliegen. Für die Überwachung dieses Luftraums ist die französische Luftwaffe zuständig.

Nach Angaben eines Sprechers des Innenministeriums gehen die Ermittler unter anderem der Hypothese nach, dass die Überflüge Teil einer Kampagne von Atomkraftgegnern sein könnten. Die Umweltorganisation Greenpeace, die bereits mit spektakulären Aktionen auf Sicherheitsmängel französischer AKWs aufmerksam gemacht hatte, versicherte, sie habe mit den Drohnen-Flügen nichts zu tun.