Die spanische Krankenpflegerin, die sich beim jüngsten Ausbruch der Krankheit als erste Person außerhalb Afrikas infizierte, ist offenbar außer Lebensgefahr. Nach Angaben der spanischen Regierung fiel zuletzt ein Test auf das Virus negativ aus. Der Gesundheitszustand der Patientin entwickele sich positiv, hieß es.

Die Krankenpflegerin war am 6. Oktober in die Madrider Klinik Carlos III. eingeliefert worden, in der sie selbst arbeitete. Zuvor hatte sie dort zwei spanische Missionare gepflegt, die sich bei einem Aufenthalt in Westafrika mit Ebola infiziert hatten. Ersten Erkenntnissen zufolge steckte sie sich im Krankenhaus an, als sie beim Ablegen der Schutzkleidung ihr Gesicht mit einem kontaminierten Arbeitshandschuh berührte.

Nachdem die Krankenschwester an Ebola erkrankt war, wurden 15 Menschen, die Kontakt zu ihr gehabt hatten, in der Klinik unter Beobachtung gestellt. Laut Angaben des Krankenhauses sind bei ihnen bisher noch keine Symptome aufgetreten. Die Inkubationszeit beträgt 21 Tage.

Kreuzfahrtpassagierin negativ getestet

Unterdessen ist das amerikanische Kreuzfahrtschiff, das aus Angst vor Ebola in zwei Karibik-Häfen abgewiesen worden war, in die USA zurückgekehrt. Die Frau, die als Laborleiterin in einem Krankenhaus mit Ebola-Proben in Kontakt gekommen sein soll, durfte das Schiff zusammen mit den anderen Passagieren verlassen, teilte das Unternehmen Carnival Cruise Lines mit. Zuvor hätten Bluttests ergeben, dass die Amerikanerin nicht an Ebola erkrankt sei.

Das Schiff durfte wegen der Frau, die sich an Bord freiwillig in Quarantäne begeben hatte, weder in Belize noch auf der mexikanischen Insel Cozumel anlegen. Die Kreuzfahrtgesellschaft ordnete daraufhin die Rückkehr in die USA an.