Eric Garner starb im Schwitzkasten eines Polizisten, weil er illegal Zigaretten verkauft haben soll. Der zwölfjährige Tamir Rice wurde von einem Polizisten erschossen, weil er eine Spielzeugpistole in der Hand hielt. Michael Brown starb durch etliche Polizeikugeln, als er sich einem Polizeiwagen näherte. Was sie gemeinsam haben? Sie alle waren schwarz. Und sie alle könnten noch leben, wenn die Polizei angemessen reagiert hätte. 

Doch wie die Polizei in den USA gegen vermeintliche oder echte Straftäter vorgeht, hängt ganz entscheidend mit deren Hautfarbe zusammen. Schwarze Bürger sind die Bedrohung, weiße Bürger die Bedrohten – das zeigen nicht nur dramatische Fälle wie diese, sondern auch die Berichte der privilegierten Seite. 

Unter dem Hashtag #CrimingWhileWhite erzählen weiße Amerikaner auf Twitter, mit welchen Vergehen sie schon davongekommen sind: betrunken Auto fahren, Zigaretten klauen, mit Waffen herumhantieren. Wir können nicht überprüfen, ob alle Geschichten so passiert sind. Doch schon der Masse der Tweets nach zu urteilen ist das für weiße Amerikaner erstaunlich oft kein Problem.

Wie unterschiedlich die gleichen Situationen je nach Hautfarbe der Täter wahrgenommen werden, zeigen diese Bilder:

Die Reaktionen fallen unterschiedlich aus. Manche sehen #CrimingWhileWhite als Angeberei.

Andere begrüßen die Ehrlichkeit – und hoffen, das die nicht auf soziale Netzwerke beschränkt bleibt.