EU-Parlamentspräsident Martin Schulz erhält den Karlspreis 2015. Damit würdigt die Karlspreisgesellschaft seine Verdienste um ein demokratisches Europa.  

Schulz hatte sich für europaweite Spitzenkandidaten der Parteien bei der Europawahl 2014 eingesetzt. Damit habe er die europäische Demokratie belebt, heißt es in der Begründung für die Auszeichnung. Er sei ein Vordenker für die Stärkung des Parlaments, des Parlamentarismus und der demokratischen Legitimation.

Der SPD-Politiker wurde von den europäischen sozialdemokratischen Parteien zum Spitzenkandidaten gekürt. Auch andere Parteienzusammenschlüsse stellten daraufhin eigene Kandidaten für den Kommissionspräsidenten auf. Die konservativen Parteien kürten Jean-Claude Juncker, der inzwischen auch Chef der EU-Kommission ist.

Den Karlspreis 2014 hatte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy erhalten. Der Preis wird seit 1950 für besondere Verdienste um die europäische Einigung verliehen.