Suchmannschaften haben im vermuteten Absturzgebiet der AirAsia-Maschine in Indonesien haben mittlerweile mehr als 40 Leichen geborgen. Ein Marinesprecher sagte, die Leichen seien an Bord des Kriegsschiffs Bung Tomo gebracht worden. Die Bergungsarbeiten dauerten an.

Die Behörden hatten bestätigt, dass die in der Javasee vor Indonesien entdeckten Wrackteile von dem seit Sonntag vermissten Passagierflugzeug stammen. "Bis auf Weiteres kann bestätigt werden, dass es das AirAsia-Flugzeug ist", sagte der Direkter der indonesischen Luftverkehrsbehörde, Djoko Murjatmodjo.

Die Luftwaffe hatte mehrere Gegenstände im Meer entdeckt, bei denen es sich unter anderem um eine Tür und eine Notrutsche handeln soll, wie ein Armeesprecher mitteilte. Die Fundstelle liege 160 Kilometer südöstlich von Pangkalan Bun auf der Insel Borneo und nur etwa zehn Kilometer von der Position entfernt, wo das vermisste Flugzeug zuletzt vom Radar geortet worden war.

Die Suche nach dem Airbus 320 war zuvor ausgeweitet worden. Unter anderem wurde das Suchgebiet auf Land vergrößert, hatte der Leiter der indonesischen Such- und Rettungsbehörde, Henry Bambang Soelistyo, mitgeteilt.

Zudem bekam Indonesien weitere internationale Unterstützung. Die US-Marine teilte mit, dass der Zerstörer USS Sampson aus dem westlichen Pazifik im Verlauf des Dienstags in der Region ankommen werde. China gab bekannt, eine Fregatte, die schon jetzt auf Patrouille im Südchinesischen Meer sei, sowie Flugzeuge bereitzustellen. Australien kündigte an, zwei weitere Spezialflugzeuge in das Suchgebiet zu schicken. Auch Thailand stellt Flugzeuge zur Verfügung.

Damit sind mindestens 30 Schiffe, 15 Flugzeuge und sieben Hubschrauber im Einsatz, sagte der indonesische Einsatzleiter Soelistyo. Kurz nach Sonnenaufgang waren bereits vier Militärhubschrauber gestartet, um nahe der Stadt Pangkalan Bun auf der Insel Borneo und auf den kleineren Inseln Bangka und Belitung zu suchen.    

Details zum letzten Funkkontakt

Die Ermittler legten zudem Details der letzten Kommunikation mit dem Piloten vor. Demnach bat der Kapitän am Unglückstag um 6.12 Uhr um eine Kursänderung nach links, um einen Sturm zu umfliegen. Dies wurde genehmigt, und die Maschine sei sieben Meilen nach links geflogen, berichtete die Jakarta Post unter Berufung auf den Sicherheitsdirektor der indonesischen Flugsicherung, Wisnu Darjono.

Kurz darauf habe der Pilot um Genehmigung gebeten, höher zu fliegen.  "Wie hoch?", fragten die Fluglotsen nach diesen Angaben. "38.000 Fuß", seien die letzten Worte des Piloten gewesen. Dies wurde wegen hohen Verkehrsaufkommens in der Region nicht sofort erlaubt. Als die Genehmigung zu einer Steigung um 06.14 Uhr übermittelt wurde, habe es keine Antwort mehr gegeben.  

Die Maschine war am Sonntag auf dem Weg von Indonesien nach Singapur verschwunden. An Bord befanden sich 162 Personen.