Taucher haben den Flugdatenschreiber der Ende Dezember vor der indonesischen Küste abgestürzten AirAsia-Maschine geborgen. Suchtrupps lokalisierten in der Nähe der Fundstelle außerdem den zweiten Flugschreiber, der die Gespräche im Cockpit aufzeichnet, teilte die Einsatzleitung der indonesischen Behörden mit. Er sei jedoch unter einem schweren Wrackteil in 30 Metern Tiefe eingeklemmt und habe deshalb noch nicht geborgen werden können.

Flugdatenschreiber und Stimmenrekorder sollen Informationen zur Absturzursache von AirAsia-Flug QZ8501 liefern. Der Airbus war am 28. Dezember auf dem Weg von Indonesien nach Singapur in die Javasee vor der indonesischen Küste gestürzt. Alle 162 Menschen an Bord kamen ums Leben. Bisher wurden 48 Leichen geborgen. Die Mehrzahl der Opfer dürfte sich noch im Rumpf der Maschine am Meeresboden befinden, dieser wurde aber noch nicht geortet.

Die indonesischen Behörden gehen nach ersten Untersuchungen an den geborgenen Wrackteilen offenbar davon aus, dass das Flugzeug beim Aufprall auf das Wasser wegen zu hohen Drucks in der Kabine explodierte. Zeugen hätten die Explosion gehört, sagte ein mit den Rettungsarbeiten vertrauter indonesischer Beamter der britischen Zeitung The Guardian.    

Auswertung der Flugdaten wird dauern

Am Sonntag hatten drei indonesische Schiffe in einem Gebiet unweit der Fundstelle des Hecks intensive akustische Signale empfangen, die sie den Flugschreibern zuordneten. Beide Geräte sollen zur Analyse in die indonesische Hauptstadt Jakarta gebracht werden. Die Auswertung kann jedoch nach Angaben der Einsatzkräfte bis zu zwei Wochen dauern.

Die Regenzeit hatte die Suche nach dem Wrack und den Opfern in den vergangenen Wochen erschwert. Die Absturzstelle war schon zwei Tage nach dem Unglück geortet worden.