Das vergangenen Sonntag verunglückte Passagierflugzeug ist ohne Genehmigung geflogen. Wie ein Sprecher des Verkehrsministeriums sagte, hat die Fluglinie AirAsia gegen den abgesprochenen Flugplan verstoßen. Danach hätte die Airline nicht an Sonntagen von Surabaya in Indonesien nach Singapur fliegen dürfen.

Wegen des Verstoßes habe die Behörde AirAsia nun generell untersagt, die Route zu bedienen bis die Untersuchungen abgeschlossen seien, schrieb die britische Zeitung Guardian. Zudem würden alle Flugpläne der Airline überprüft, sagte der Sprecher in Jakarta. Es sei möglich, dass AirAsia die Lizenz in Indonesien entzogen wird. Die Ermittler untersuchten auch, wer die Starterlaubnis gab und warum.

In der Javasee haben Rettungskräfte unterdessen zwei große Teile des Airbus gefunden. Das größere der beiden Objekte sei knapp zehn mal fünf Meter groß, das kleinere etwa sieben mal einen halben Meter, sagte der Leiter der indonesischen Rettungskräfte, Bambang Sulistyo. Ein Unterwasserroboter sei im Einsatz, um die Fundstücke zu fotografieren. Diese liegen den Angaben zufolge in einer Tiefe von 30 Metern auf dem Meeresgrund. Zudem würden Taucher entsandt, um nach weiteren Leichen zu suchen. Bislang wurden 30 Tote aus dem Meer geborgen.

29 Schiffe und 17 Flugzeuge auf der Suche

Am Freitag hatte die Besatzung eines indonesischen Marineschiffs nach eigenen Angaben bereits das Heck des Flugzeugs mit Hilfe eines Sonars entdeckt. Der Fund war offiziell nicht bestätigt worden.

Flug QZ8501 war am Sonntagmorgen mit 162 Passagieren an Bord auf dem Weg von Surabaya auf Java nach Singapur 40 Minuten nach dem Start vom Radarschirm verschwunden. Die Suche nach dem Wrack und den Opfern in der Javasee wurde in den vergangenen Tagen durch schlechtes Wetter behindert. Am Freitag wurde das Suchgebiet auf 1.575 Quadratseemeilen eingegrenzt, es war damit nur noch ein Zehntel so groß wie noch am Vortag. An dem Einsatz beteiligten sich nach Angaben der indonesischen Behörden 29 Schiffe und 17 Flugzeuge.

Die Flugschreiber, die Aufschluss über die Absturzursache geben könnten, konnten bislang nicht geortet werden. Bisher ist nur klar, dass der Pilot kurz nach dem Start wegen schlechten Wetters um eine Kursänderung bat. Dieses wurde genehmigt, die Flugkontrolle untersagte es dem Piloten wegen dichten Flugverkehrs aber, seine Flughöhe anzupassen.