Am 12. Januar 2010 bebte in Haiti die Erde. Mehr als 220.000 Menschen starben, rund zwei Millionen wurden obdachlos. Das Ausland versprach, Haiti besser wieder aufzubauen. Mehr als 12,4 Milliarden Dollar wurden zugesagt, rund 80 Prozent der Summe sind ausgezahlt. Manches floss an ausländische Firmen und Organisationen, anderes versickerte in dunklen Kanälen. Parlamentswahlen sind seit Jahren überfällig, weil Präsident Michel Martelly und die Opposition sich nicht einigten. Erst nach Ausschreitungen am Wochenende stimmte der Präsident Neuwahlen zu.