Zurück nach Limburg darf er nicht mehr, jetzt arbeitet Franz-Peter Tebartz-van Elst in Rom. Der 55-Jährige hat ein Amt als Sekretär im Vatikan übernommen – neun Monate, nachdem er als Limburger Bischof abberufen wurde. Laut Medienberichten wurde Tebartz bereits im Dezember zum Delegaten im Päpstlichen Rat für die Neuevangelisierung ernannt.

Nach einem Skandal um die extrem hohen Kosten seines neuen Amtssitzes im Limburg hatte Tebartz im März vergangenen Jahres sein Amt verloren. Eine bischöfliche Prüfungskommission kam zu dem Ergebnis, dass er kirchliche Vorschriften umgangen und die Baukosten in die Höhe getrieben hatte. Die Staatsanwaltschaft in Limburg ermittelte nicht gegen den ehemaligen Bischof wegen Untreue.

Tebartz arbeitet nun in einer Behörde der römischen Kurie, also der Verwaltung des Vatikans. Die Aufgabe des Päpstlichen Rats ist die Verkündigung des Evangeliums mit Blick auf aktuelle gesellschaftliche Veränderungen. Der italienische Kurienerzbischof Rino Fisichella leitet die Behörde.