Ein Erdbeben der Stärke 6,9 hat den Nordosten Japans erschüttert. Die Behörden gaben eine Tsunami-Warnung heraus, nahmen diese jedoch später wieder zurück. Tausende Bewohner an der Küste in der Präfektur Iwate wurden aufgefordert, das Gebiet zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Der japanische Fernsehsender NHK berichtete, kleinere Wellen von bis zu 20 Zentimetern Höhe hätten die Küste erreicht. Berichte über Opfer und Schäden lagen zunächst nicht vor.

Der Erdstoß ereignete sich nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS in rund zehn Kilometern Tiefe. Das Tsunami-Warnzentrum in Hawaii erklärte, die Gefahr eines pazifikweiten Tsunamis bestehe nicht.

Die Atomkraftwerke in den benachbarten Präfekturen wiesen keine Unregelmäßigkeiten auf, teilte die Betreibergesellschaft Tohoku Electric Power mit. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima im März 2011, die durch ein Beben und einen Tsunami ausgelöst wurde, wurden alle 48 Atomreaktoren des Landes abgeschaltet.

Erdbeben sind in Japan keine Seltenheit. In dem Land ereignen sich 20 Prozent aller Beben auf der Welt mit einer Stärke von über sechs.