Die französischen Ermittler gehen davon aus, dass der Copilot Andreas Lubitz den Absturz der Germanwings-Maschine absichtlich herbeigeführt hat. Nach Angaben von Staatsanwalt Brice Robin verwehrte Lubitz dem Piloten den Eintritt, nachdem dieser die Kanzel kurzzeitig verlassen hatte. Zu dem Zeitpunkt, als der Pilot an die Cockpittür klopfte, hatte Lubitz bereits per Hand den Sinkflug von der Reiseflughöhe eingeleitet.

Der Pilot habe mehrfach an die Tür geklopft, aber keine Reaktion erhalten, sagte Robin. Die Absicht des Copiloten sei offenbar gewesen, "das Flugzeug zu zerstören".  Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe es nicht.

Am frühen Nachmittag erklärte Lufthansa-Chef Carsten Spohr, dass Lubitz seine Flug-Ausbildung 2008 für mehrere Monate unterbrochen habe. Bis zu seinem Abschluss habe er alle technischen und medizinischen Tests bestanden. Er war "hundert Prozent flugtauglich", sagte Spohr.

Ermittler durchsuchten am späten Nachmittag das Haus und die Wohnung von Lubitz nach Hinweisen auf ein mögliches Motiv oder Anzeichen für eine psychische Erkrankung. Nach Angaben der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft liegt bei den Ermittlungen ein besonderes Augenmerk auf persönlichen Unterlagen.

Die Entwicklungen des Tages führten am Abend zu ersten Konsequenzen im Flugverkehr: Zahlreiche Airlines, darunter die großen deutschen, führen die Zwei-Personen-Regel ein, wonach immer mindestens zwei Personen im Cockpit anwesend sein müssen.

Lesen Sie hier die Ereignisse des Tages in unserer Blog-Nachlese:

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