Germanwings-Unglück: Rätsel um allein gelassenen Piloten im Cockpit

Ein Pilot soll laut Medien das Cockpit verlassen haben und versuchte vergeblich, wieder hineinzukommen. Auf dem Stimmrekorder seien Schläge an die Tür zu hören.
  • Nach dem Voicerekorder wurde offenbar auch die Hülle der zweiten Blackbox gefunden, der Flugdatenschreiber selbst fehlt aber nach Angaben von Frankreichs Präsident Hollande.
  • Nicht 67, sondern 72 Deutsche waren laut Germanwings in dem Unglücks-Airbus.
  • Die Ermittler konnten ein Audiodatei aus dem Stimmenrekorder extrahieren, die Analyse dauert noch an.
  • In den südfranzösischen Alpen war ein Airbus 320-211 der Lufthansa-Tochter Germanwings abgestürzt. Flug 4U9525 war auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf, an Bord 150 Menschen. Einsatzkräfte gehen davon aus, das niemand das Unglück überlebt hat. Unter den deutschen Passagieren war auch eine Schülergruppe aus der Stadt Haltern in Nordrhein-Westfalen.
  • Einen Überblick zu den wichtigsten Fakten finden Sie hier. Das Live-Blog vom Dienstag hier. Eine Reportage aus Düsseldorf finden Sie hier, einen Bericht aus Haltern hier
  • Die Hotlines: Germanwings: 0800 11 33 55 77 und 01806 320 320, Lufthansa: 0800 77 66 350, Flughafen Düsseldorf: 0800 77 66 350, Auswärtiges Amt: 030 - 5000 3000

  • (22:15) Rettungskräfte haben erste Leichen geborgen. Sterbliche Überreste der Opfer seien von der Unglücksstelle weggebracht worden, bestätigte ein Sprecher der Polizei in Digne.

  • (22:10) Es gibt widersprüchliche Angaben über den Zeitpunkt des Unglücks. Laut Germanwings verschwand die Maschine 10.53 Uhr vom Radar. Nach den Daten von Flugtrackern wie Flightradar24 und nach Erkenntnissen des französischen Umweltministeriums wurde schon 10.41 Uhr das letzte Signal empfangen. Der Sinkflug habe zehn Minuten gedauert und nicht wie berichtet acht Minuten. Die Gedenkminuten für die Opfer fanden bisher um 10.53 Uhr statt und sind auch am Donnerstag für diesen Zeitpunkt geplant.

  • (21:05) Die Fluggesellschaft Germanwings lässt alle ihre Beschäftigten nach Bedarf freinehmen. Die Geschäftsführung habe jedem Mitarbeiter freigestellt, ob er in dieser Situation arbeiten möchte, sagte Germanwings-Vorstandschef Thomas Winkelmann in Gesprächen mit den Zeitungen Express und Kölner Stadt-Anzeiger. In Stuttgart, Köln und Düsseldorf seien Freiwillige für Kollegen eingesprungen, die nicht fit genug für den Flug waren.

  • (19:52) Mit dem Einbruch der Dunkelheit sind die Sucharbeiten an der Absturzstelle des Airbus für die Nacht eingestellt worden. Laut Le Figaro blieben wie schon am Vorabend fünf Gendarmen zur Sicherung des Geländes vor Ort.

  • (18:57) Die Bergung und damit auch die Identifizierung der Unfallopfer hat offenbar begonnen. Das schreibt France TV Info und beruft sich auf den Staatsanwalt von Marseille, Brice Robin. "Die Identifizierung wird aber mehrere Wochen dauern", sagte er demnach. Zuvor hatte bereits der französische Innenminister Pierre-Henry Brandet gesagt, die Bergung der Opfer habe neben der Suche nach dem Flugdatenschreiber absolute Priorität.

  • (18:28) Interpol schickt auf Anfrage der französischen Behörden eine Gruppe Spezialisten nach Frankreich, die die Ermittlungen unterstützen soll. Das berichtet Le Figaro. Die Gruppe soll demnach zunächst aus vier Experten bestehen und vor allem bei der Identifizierung der Opfer helfen. Interpol werde nach dem tragischen Unfall jede Untersützung leisten, sagte Generalsekretär Jürgen Stock in einer Mitteilung.

  • (17:55) Rémi Jouty von der Untersuchungsbehörde hat dem französischen Präsidenten widersprochen. Er wisse nichts vom Fund der Hülle der zweiten Blackbox. Die Untersuchungsbehörde habe die Hülle jedenfalls nicht.

    Ein Sprecher sagte, ihm sei "nicht bekannt, dass bei einem Absturz jemals eine Blackbox zerstört wurde". Auch sei nicht denkbar, dass ein Flugschreiber in seine Einzelteile zerrissen worden sei.

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