Die Polizei in Hamburg hat neun junge Männer festgenommen, die verdächtigt werden, vor sieben Wochen einen Brandanschlag auf die Hamburger Morgenpost verübt zu haben. Das berichtet die Zeitung selbst. 21 Wohnungen seien durchsucht worden, der jüngste Verdächtige sei 16 Jahre alt. Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigten den Bericht.

Die neun Verdächtigen seien während der Wohnungsdurchsuchungen angetroffen worden. Sie seien alle bereits kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten und am Nachmittag wieder entlassen worden. Sie kämen aus dem nahen Tatortumfeld, hieß es.

In dem Fall hatte eine 30-köpfige Sonderkommission ermittelt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Belohnung von 2.000 Euro ausgesetzt für Hinweise, die dabei helfen, den Täter zu ergreifen.

Im Januar hatten Unbekannte von einem Hinterhof aus Steine und zwei Brandsätze auf das Archiv der Hamburger Morgenpost geworfen. Einige Akten seien verbrannt, Verletzte habe es nicht gegeben, sagte damals eine Polizeisprecherin. Der Angriff fand wenige Tage nach dem Terroranschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo statt. Der Hintergrund der Tat ist unklar.