Unbekannte haben in Hepberg im bayerischen Landkreis Eichstätt eine noch unbewohnte Flüchtlingsunterkunft angezündet. Die Täter hätten den Wohncontainer mit Grill- oder Ofenanzünder in Brand gesetzt, teilte die Polizei mit. Dadurch seien großflächige Schäden entstanden, auch im Innenraum. Zehn bis Zwölf Personen hätten den Container demnächst beziehen sollen. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 10.000 Euro.

Der Tatzeitpunkt ist bislang unbekannt, der Schaden wurde der Polizei am Donnerstag gemeldet. Der Container war zuletzt von Bauarbeitern genutzt worden. Seit Dezember vergangenen Jahres seien die Container unbewohnt und am 17. März zum letzten Mal überprüft worden, berichtet der Bayerische Rundfunk.


Der Anschlag ist bereits der dritte Angriff auf ein für Flüchtlinge vorgesehenes Gebäude in dieser Woche. Anfang der Woche hatten Unbekannte in Moers Hassparolen und Hakenkreuze an die Wand eines ehemaligen Hotels geschmiert, das die Stadt zur Unterbringung von Flüchtlingen vorgesehen hatte. In der Nacht zum Donnerstag wurde in Solingen eine Flüchtlingsunterkunft mit Hakenkreuzen beschmiert.  

Außerdem waren in Hamburg und Berlin Flüchtlingsstätten in Brand geraten. Anders als bei dem Brand einer Unterkunft in Tröglitz konnte ein fremdenfeindlicher Hintergrund in diese Fällen bisher jedoch nicht festgestellt werden.