In einer Flüchtlingsunterkunft in Hamburg-Hammerbrook ist ein Feuer ausgebrochen. Verletzt wurde niemand. Zehn Menschen wurden nach ersten Angaben der Feuerwehr gerettet. Fünf weitere wurden zunächst vermisst, sollen sich aber nicht in den Räumen aufgehalten haben. Das Feuer sei inzwischen unter Kontrolle, sagte ein Feuerwehrsprecher.

In der Unterkunft sollen 15 Minderjährige untergebracht sein. Die Hintergründe des Brandes sind noch unklar. Hinweise auf eine Brandstiftung durch einen Bewohner oder externe Personen lägen bisher nicht vor, teilte Sprecher Holger Vehren am mit. Das LKA sei vor Ort und führe gegenwärtig noch Ermittlungen durch. Ein Container ist völlig ausgebrannt und nicht mehr bewohnbar, zwei weitere Container wurden beschädigt, können aber voraussichtlich noch genutzt werden.

Die Jugendlichen wurden erst kürzlich aus anderen Unterkünften zusammengelegt. Es handelt sich um kriminelle Intensivtäter. Ende März war es in der Unterkunft zu einem Polizeieinsatz gekommen, weil sich mehrere Jugendliche eine Schlägerei geliefert hatten.