In Kenia hat die Explosion eines Stromtransformators eine Massenpanik auf dem Campus der Universität Kikuyu ausgelöst. Dabei seien ein Student getötet und 141 verletzt worden, teilte die Hochschule in Nairobi mit. Zahlreiche Studenten seien nach Knallgeräuschen aus den Wohnheimen der Uni geflohen und aus den Fenstern gesprungen, einige von ihnen aus dem fünften Stock. Darunter sei auch das Todesopfer gewesen. Die Menschen hatten ein Attentat von Islamisten befürchtet.

Dem Vizekanzler der Universität, Peter Mbithi, zufolge, explodierte der Stromtransformator am frühen Morgen mehrfach. Angstschreie von Studenten hätten dann eine Panik in den Wohnheimen ausgelöst.

Am 2. April hatten Kämpfer der somalischen Islamisten-Miliz die Universität in der Stadt Garissa gestürmt und 147 Menschen getötet. Die Extremisten haben bereits mehrere Anschläge in Kenia verübt. Hintergrund ist, dass kenianische Truppen den Kampf gegen die Al-Shabaab-Miliz in Somalia unterstützen.

Als Reaktion auf den Anschlag in Garissa will die Regierung ein Flüchtlingslager schließen, in dem mehrere Hunderttausend Somalier leben. Sie geht davon aus, dass Islamisten mit Verbindung zu Al-Shabaab in dem Camp Dadaab Unterschlupf gefunden haben.