Schiffe der italienischen Küstenwache und Marine haben am Samstag etwa 1.500 Flüchtlinge aus Libyen gerettet. Deren fünf Boote waren im Mittelmeer in Seenot geraten, berichtet die italienische Tageszeitung La Repubblica. Die Libyer wurden teils auf die Insel Lampedusa, teils in die sizilianischen Hafenstädte Augusta und Porto Empedocle gebracht.

Nach UN-Angaben starben 2014 von den 220.000 Menschen, die über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen versuchten, mindestens 3.500. Die Flüchtlinge benutzen oft alte und kaum seetaugliche Boote, die meist völlig überfüllt sind. Vor allem die chaotische Lage in Libyen führt dazu, dass derzeit viele Menschen die gefährliche Überfahrt wagen.