Bei einem Anschlag auf eine Bar im Norden Mexikos haben bewaffnete Angreifer zehn Menschen getötet. Die Bewaffneten seien am Freitagnachmittag in einem Vorort der Stadt Monterrey in zwei Autos vorgefahren, hätten die Bar gestürmt und um sich geschossen, teilten die Behörden mit. Sieben Menschen seien sofort tot gewesen, drei weitere im Krankenhaus gestorben.

Den Angaben zufolge zogen die Angreifer sieben ihrer Opfer nackt aus und entkamen mit umgerechnet rund 575 Euro. Polizei und Armee riegelten den Tatort ab. Das Motiv für den Angriff war zunächst unklar. Der Staatsanwalt von Nuevo León, Javier Flores, sagte später auf einer Pressekonferenz, die Behörden gingen der Vermutung nach, dass es sich bei dem Angriff um organisierte Kriminalität gehandelt habe. In der Bar seien Drogen und Waffen gefunden worden. 

In dem Bundesstaat ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Drogengewalt gekommen. Berichte über größere Angriffe waren in den vergangenen Monaten jedoch ausgeblieben.

Die Region ist Heimat der paramilitärischen Drogenbande Los Zetas, deren Chef Omar Treviño alias "Z-42" allerdings im März festgenommen wurde. Im mexikanischen Drogenkrieg starben seit dem Jahr 2006 mehr als 80.000 Menschen.