Der US-Inlandsgeheimdienst FBI sieht in der Terrormiliz "Islamischer Staat" eine größere Bedrohung für die USA als in Al-Kaida. Die Gruppe versuche junge Amerikaner dazu zu verleiten, in ihrem eigenen Land Terroranschläge zu verüben, sagte FBI-Direktor James Comey auf einem Sicherheitsforum in der Stadt Aspen im US-Staat Colorado. Das sei besorgniserregender als eine im Ausland geplante Attacke von Al-Kaida. 

Grund dafür sei unter anderem eine zwölf Monate dauernde Social-Media-Kampagne, mit der die Terrormiliz es geschafft habe, anfällige US-Amerikaner und Europäer zu radikalisieren. Comey gab bekannt, sein Geheimdienst habe in den vergangenen acht Wochen eine Reihe von radikalisierten US-Bürgern festgenommen. Eine genaue Zahl nannte er nicht, nur so viel: Zurzeit liefen Hunderte Ermittlungen. 

Es sei aber zu früh, den Attentäter von Chattanooga mit den Radikalisierungspraktiken des IS in Verbindung zu bringen. In der Stadt im US-Bundesstaat Tennessee waren in der vergangenen Woche vier Menschen bei einem Angriff auf zwei Militäreinrichtungen sowie der mutmaßliche Schütze getötet worden. Der zuständige Staatsanwalt hatte den Angriff als Akt von inländischem Terrorismus eingestuft.

Verschiedene englischsprachige Twitterkonten, deren Betreiber dem IS nahestehen, haben nach FBI-Angaben zusammen mehr als 21.000 Follower weltweit. Tausende davon seien US-Bürger. Dutzende Amerikaner sind zudem aus den USA nach Syrien und in den Irak gereist, wo die Terrormiliz ein Kalifat ausgerufen hat.

Seit etwas mehr als einem Jahr ist die Terrorgruppe "Islamischer Staat" aktiv. Das Video aus dem Juni zeigt, was in dieser Zeit passierte.

Extremismus - Ein Jahr IS-Herrschaft Seit die Terrormiliz "Islamischer Staat" vor einem Jahr ihr "Kalifat" in Syrien und im Irak ausgerufen hat, sind Millionen Menschen geflohen: Die IS-Extremisten herrschen mit eiserner Faust und schrecken auch vor öffentlichen Hinrichtungen, Seit die Seit die Terrormiliz Islamischer Staat vor einem Jahr ihr "Kalifat" in Syrien und im Irak ausgerufen hat, sind Millionen Menschen geflohen. Immer wieder gibt es öffentliche Hinrichtungen, Misshandlungen und Entführungen.