Die Columbia University in New York hat ein Gericht gebeten, die Klage eines deutschen Studenten wegen geschlechtsbezogenem Mobbing und Verleumdung abzuweisen. Paul N. wirft der Elite-Uni in Manhattan vor, ihn nicht gegen Anschuldigungen einer früheren Freundin geschützt zu haben, die ihn als "Serienvergewaltiger" bezeichnet und aus Protest gegen sexuellen Missbrauch regelmäßig eine Matratze über den Campus getragen hat.

Laut Gerichtsdokumenten forderte die Universität, dass die in diesem Jahr eingereichte Klage von N. fallengelassen werden solle. Der Student hatte der Hochschule vorgeworfen, die umstrittenen Vergewaltigungsdemonstrationen zu unterstützen.

Die Anwälte der Columbia hatten Emma S. erlaubt, die Matratze im Rahmen ihres Protestprojektes Carry that Weight auch während offizieller Veranstaltungen mit sich herumtragen und den Fall in ihrer Abschlussarbeit zu thematisieren. Dies sei eine "Entscheidung im Herzen der akademischen Freiheit" gewesen, hieß es. Der Anwalt des Deutschen sagt dagegen, die Universität habe sich "beschämend dem sozialen Druck gebeugt" und dem Studenten den Rücken zugewandt.

N. bestreitet, S. vergewaltigt zu haben. Die beiden hätten einvernehmlichen Sex gehabt, sagt er. Nach Beschwerden der Studentin und von zwei weiteren jungen Frauen hatte die Columbia University N. von den Vorwürfen entlastet.