Beim Absturz eines historischen Militärjets während einer Flugshow sind in Südengland sieben Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 15 weitere wurden verletzt. Der Hawker Hunter stürzte am Samstag nach einem mißglücktem Looping-Manöver auf eine vielbefahrene Straße in der Nähe von Brighton. Die Polizei hält es für möglich, dass zwischen Flugzeug- und Autotrümmern noch mehr Opfer liegen könnten. Konkrete Berichte über Vermisste gab es jedoch nicht. Zunächst war auch das Schicksal des Piloten stundenlang unklar geblieben. Laut der britischen Nachrichtenagentur PA hat er das Unglück schwerverletzt überlebt.  

Auf Videoaufnahmen war zu sehen, wie die Maschine vom Typ Hawker Hunter einen Looping machte, aber nicht rechtzeitig wieder hochzog, sondern auf die A27 stürzte. Dabei wurden vier Fahrzeuge beschädigt, eine dichte schwarze Rauchwolke stieg über dem Absturzort auf.  

Die Polizei sperrte die vierspurige Schnellstraße in beiden Richtungen ab. Dem lokalen Radiosender Splash FM zufolge stürzte das Flugzeug nur etwa 400 Meter entfernt von Familien ab, die sich die Flugshow anschauten. Krankenwagen und Feuerwehrfahrzeuge sowie Rettungshubschrauber waren vor Ort. Ein Team der Untersuchungsbehörde für Luftfahrtunglücke wurde entsandt, um mit den Ermittlungen zur Unfallursache zu beginnen, wie ein Behördensprecher sagte.

Premierminister David Cameron sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Aus Respekt wurde die Shoreham Airshow am Sonntag nicht fortgesetzt, wie der Veranstalter, die Royal Air Forces Association, mitteilte. Es sei aber noch zu früh, um über die Zukunft der Airshow zu spekulieren, sagte der Generalsekretär der Organisation, die unter anderem Familien von Luftwaffen-Angehörigen unterstützt.