Bei einem Bombenanschlag auf eine Moschee sind in Saudi-Arabien nach Angaben des Innenministeriums 15 Menschen getötet worden. Mindestens neun sollen verletzt worden sein. Zuvor hatte das Staatsfernsehen von 17 Toten berichtet. Zu dem Anschlag bekannte sich ein örtlicher Ableger des "Islamischen Staates".

Ziel des Anschlags waren gläubige Polizisten, die in einer Moschee von Abha gebetet hatten. Nach Informationen der Zeitung Arab News handelt es sich bei den Opfern überwiegend um Mitglieder einer Spezialeinheit der Anti-Terror-Polizei.

Abha liegt im Südwesten des Landes nahe der Grenze zum Jemen. Dort fliegt ein von Saudi-Arabien angeführtes Militärbündnis seit März Luftschläge gegen die schiitischen Huthi-Rebellen.

Im Mai waren bei einem Selbstmordanschlag des "Islamischen Staates" (IS) auf eine schiitische Moschee 21 Menschen getötet worden. In diesem Zusammenhang hatte die sunnitische Terrormiliz weitere Anschläge angekündigt.

Schiiten sind in Saudi-Arabien eine Minderheit, die sich über Diskriminierung seitens des Staates beklagt. In einigen Gebieten der ölreichen Ostprovinz bilden Schiiten sogar die Mehrheit. In Saudi-Arabien ist der sunnitische Wahhabismus, eine besonders konservative Interpretation des Islam, Staatsreligion.