Connecticuts höchstes Gericht hat geurteilt, dass die Todesstrafe in dem US-Bundesstaat verfassungswidrig ist. Die Strafe sei nicht vereinbar mit "heutigen Standards von Anstand" und verstoße gegen die Verfassung. In der sind grausame Bestrafungen verboten. Somit werden elf Personen nicht hingerichtet, die zuvor zum Tode verurteilt worden waren.

Vor drei Jahren hatte der Bundesstaat ein Gesetz erlassen, dass festschrieb, die Todesstrafe künftig nicht mehr zu verhängen. Straftäter sollten dennoch hingerichtet werden, die zuvor zum Tode verurteilt worden waren. Einer von ihnen, Eduardo Santiago, hatte dagegen geklagt. Nun gab ihm der Supreme Court recht.

Die USA sind das letzte westliche Land, in dem die Todesstrafe vollstreckt wird. Dort ist sie in 31 der 50 Bundesstaaten sowie auf Bundesebene erlaubt. Im vergangenen Jahr war es zu mehreren Zwischenfällen gekommen, da mehrere Straftäter mit kaum erprobten Giftmischungen hingerichtet worden waren. Europäische Pharmaunternehmen weigern sich, das zuvor genutzte Betäubungsmittel Pentobarbital zu liefern.