Der Brand in einer geplanten Asylbewerberunterkunft in Flensburg war nach Einschätzung der Polizei ein Anschlag. "Anwohner hörten einen lauten Knall und sahen Flammen aus einer Einzimmerwohnung", schilderte ein Polizeisprecher den Vorfall. Die Wohnung im Erdgeschoss brannte demnach aus. Verletzt wurde niemand.

Das Gebäude war unbewohnt. Nach Angaben der Polizei war das Feuer in der Nacht ausgebrochen, das laute Geräusch schreckte Anwohner kurz nach 1 Uhr auf. Die Feuerwehr wurde alarmiert. Bei ihrem Eintreffen kurze Zeit später waren die Flammen aber bereits erloschen. Der Staatsschutz, die Polizeiabteilung für politische Delikte, hat die Ermittlungen übernommen.      

Das Wohnhaus sollte eigentlich abgerissen werden, wurde aber wieder hergerichtet, um in mehreren Wohnungen Asylbewerber unterzubringen. In der nächsten Woche sollten Flüchtlinge einziehen. 

In den vergangenen Monaten haben sich in Deutschland Anschläge auf geplante oder bewohnte Flüchtlingsunterkünfte gehäuft, allein in den vergangenen vier Wochen gab es Angriffe in Boizenburg, Gerstungen, Dresden, Oberteuringen und Wertheim.