200 Polizisten haben in Freiberg in Sachsen am Sonntagabend ankommende Flüchtlinge vor 400 Demonstranten beschützen müssen. Sie protestierten gegen die Ankunft eines Sonderzugs aus Passau mit 721 Flüchtlingen. 

Nach Angaben der Sächsischen Zeitung versammelten sich die Demonstranten gegen 18 Uhr am Bahnhof und warteten auf die Ankunft des Zugs. Sie hatten sich in sozialen Netzwerken verabredet. Unter ihnen seien auch einige Rechtsorientierte gewesen, sagte ein Behördensprecher. 

Die Demonstranten protestierten gegen die Ankunft der Asylbewerber, die von Freiberg aus mit Bussen weiter nach Leipzig und Dresden gebracht werden sollten. Einige Demonstranten bewarfen die Busse mit Äpfeln und anderen Lebensmitteln. Sie versuchten durch Sitzblockaden zu verhindern, dass die Busse weiterfahren konnten. Die Polizei löste die Blockade auf, dabei seien drei Beamte leicht verletzt worden.

Im südhessischen Lampertheim ist am Sonntagabend ein Haus niedergebrannt, in dem sich auch eine Flüchtlingsunterkunft befand. Alle 49 Bewohner konnten sich unverletzt aus dem Gebäude retten, wie die Polizei in Darmstadt mitteilte. Das Feuer sei vorsätzlich gelegt worden, Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Anschlag lagen zunächst nicht vor. Das Haus ist nach dem Brand unbewohnbar.

Karte - Deutschland brennt