Im südhessischen Lampertheim ist ein Haus niedergebrannt, in dem sich auch eine Flüchtlingsunterkunft befand. Alle 49 Bewohner konnten sich unverletzt aus dem Gebäude retten, wie die Polizei in Darmstadt mitteilte. Das Feuer sei vorsätzlich gelegt worden, Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Anschlag lagen zunächst nicht vor.

Unbekannte waren am Sonntagabend in die Büroräume einer im Erdgeschoss des Gebäudes ansässigen Firma eingedrungen und hatten an mehreren Stellen Inventar in Brand gesteckt. Sie hätten auch Einrichtungsgegenstände herumgeworfen und vorgefundene Getränke ausgetrunken, teilte die Polizei mit.

Passanten hatten am Sonntagabend den Rauch gesehen und die Feuerwehr gerufen. Rund eine Stunde hätten die Löscharbeiten gedauert, sagte der Polizeisprecher.

Nach dem Brand ist das Haus unbewohnbar. Die Flüchtlinge werden in einer Unterkunft in einem anderem Ort untergebracht.