Nach einem Brand auf einer Bohrinsel im Kaspischen Meer sind möglicherweise 31 Arbeiter ums Leben gekommen. Eine Leiche wurde geborgen, nachdem die Männer in stürmischer See aus einem Rettungsboot gestürzt waren. 30 weitere Insassen gelten nach dem Unglück noch als vermisst, wie die staatliche aserbaidschanische Ölgesellschaft Socar mitteilte. 33 Arbeiter konnten gerettet werden.

Das Feuer auf der von Socar betriebenen Bohrinsel sei ausgebrochen, als während eines heftigen Sturms eine Gasleitung im Meer beschädigt worden sei, hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme des Unternehmens, der Einsatzkräfte und der Staatsanwaltschaft. Heftiger Wind und bis zu zehn Meter hohe Wellen hätten die Evakuierung der Bohrinsel und die Löscharbeiten erschwert.

Die Arbeiter waren in zwei Rettungsboote gestiegen und zunächst in eine Höhe von zehn Metern über dem Meeresspiegel hinabgelassen worden, wo sie auf größere Schiffe warten sollten. An einem der Boote sei aber ein Halterungshaken gerissen, die Insassen seien ins stürmische Meer gestürzt. Drei Insassen sowie die Arbeiter in dem anderen Rettungsboot wurden gerettet.