Die Schweizer Behörden fahnden nach Terrorverdächtigen im Großraum Genf. Die Warnstufe sei erhöht worden, teilte das Sicherheitsdepartement mit. Auch sei die Zahl der Polizeibeamten in der Region verstärkt worden. Die Genfer seien von den Schweizer Bundesbehörden auf die Verdächtigen hingewiesen worden. "Basierend auf dieser Information hat die Genfer Polizei ihren Grad an Wachsamkeit erhöht und die Zahl von Polizeibeamten vor Ort verstärkt."

Nach Angaben der Genfer Behörden soll die Fahndung in Zusammenhang mit den Attentaten von Paris stehen. Die Bundesbehörde widersprach später: Es gebeaber keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit den Anschlägen in Paris im vergangenen Monat, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei.

Unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen machte die Polizei keine näheren Angaben zu den Verdächtigen. Es hieß lediglich, die gesuchten Personen könnten sich in Genf oder der Region aufhalten. Man arbeite bei der Fahndung mit nationalen und internationalen Behörden zusammen.

Ein Wachmann bei den Vereinten Nationen in Genf sagte, die Behörden seien auf der Suche nach vier Männern, die in der Gegend vermutet würden.

Bei der Anschlagsserie in Paris wurden 130 Menschen getötet. Noch immer befinden sich mutmaßliche Attentäter auf der Flucht, darunter der mit internationalem Haftbefehl gesuchte Salah Abdeslam. In Belgien und Frankreich gab es seit der Terrorserie vor gut einem Monat bereits mehrere Festnahmen im Umfeld der übrigen Angreifer. Bei einer Razzia in Paris Mitte November wurde der mutmaßliche Planer der Attentate, Abdelhamid Abaaoud, getötet.