Bei Razzien gegen Extremisten sind im australischen Sydney zwei Männer im Alter von 20 und 24 Jahren festgenommen worden. Medienberichten zufolge fand die Polizei zudem handschriftliche Aufzeichnungen, bei denen es sich um Planungen für einen Anschlag auf einen Marinestützpunkt handeln soll. Die Wohnung eines Festgenommenen war demnach erst kürzlich durchsucht worden.

Vor eineinhalb Wochen hatten die Behörden fünf teils minderjährigen Verdächtigen Pläne für einen Anschlag auf ein Regierungsgebäude vorgeworfen. Australien fürchtet zunehmend mögliche Anschläge durch Einzeltäter, die sich von Gruppen wie der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" inspiriert fühlen.

Zudem warnen die australischen Behörden vor Anschlägen durch immer jüngere potenzielle Attentäter. So ist eine Gruppe von Männern im Visier der Behörden, die in Verbindung zu dem 15-jährigen Farhad Jabar stehen soll. Dieser erschoss im Oktober einen Polizeiangestellten in Sydney, dabei soll er religiöse Parolen gerufen haben.

Australien verweigerte mutmaßlichem französischen Extremisten Einreise

Nach Angaben von Generalstaatsanwalt George Brandis hat Australien zwei Tage nach den Anschlägen von Paris einem mutmaßlichen französischen Extremisten die Einreise verweigert. Der nicht namentlich genannte Mann sei am 15. November mit einem Flugzeug aus dem Nahen Osten in Melbourne eingetroffen.

In seinem Gepäck wurden drei Dosen mit Reizstoff und extremistische Literatur gefunden, woraufhin er außer Landes gebracht wurde. Die Tageszeitung The Australian berichtete, der arabischstämmige Mann sei in Frankreich bezüglich der Attentate von Paris verhört worden, bei denen am 13. November 130 Menschen getötet worden waren.