Ein Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida in Bangladesch hat sich zur Tötung von zwei Aktivisten für die Rechte von Homosexuellen bekannt. Das berichten unter anderem Al Dschasira und die US-Terrorbeobachtungsstelle Site

Sechs Angreifer seien in ein Apartmenthaus eingedrungen und hätten Julhas Mannan und Tanay Mojumdar brutal ermordet, berichtet Al Dschasira. Zudem sei der Wachmann des Gebäudes schwer verletzt worden. Mannan ist der Herausgeber des einzigen LGBT-Magazins des muslimisch geprägten Landes.

Medienberichten zufolge machte die Regierung die Opposition für die Attacke verantwortlich. Diese bestritt jegliche Verbindung. Verdächtige wurden bislang nicht festgenommen.

Seit Anfang vergangenen Jahres wurden in Bangladesch zahlreiche Religionskritiker, Intellektuelle und Angehörige religiöser Minderheiten erstochen oder erschossen. Unter den Toten waren auch zwei Ausländer. Ansar al-Islam, der Al-Kaida-Ableger in Bangladesch, der sich zu dem Anschlag bekannte, hatte auch behauptet, den Autor Abhijit Roy unter ähnlichen Umständen niedergemetzelt zu haben. Die Regierung in Dhaka bestreitet die Präsenz Al-Kaidas oder des "Islamischen Staats" und macht lokale Extremistengruppen für die Anschläge verantwortlich.