Die Bundesanwaltschaft hat Ermittlungen gegen Mitglieder der rechtsextremen Bürgerwehr FTL / 360 aufgenommen. Die fünf Männer und eine Frau sollen eine terroristische Vereinigung gebildet haben. Das berichtet die Tagesschau und beruft sich auf die Bundesanwaltschaft. Bisher hatte in dem Fall die Generalstaatsanwaltschaft in Dresden ermittelt.

Es geht um zwei Verfahren, in denen gegen fünf Männer und eine Frau im Alter von 18 bis 40 Jahren ermittelt wird. Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, Asylunterkünfte und Flüchtlingsunterstützer angegriffen zu haben. Bei mehreren Razzien seit Anfang November waren Sprengmittel und Nazi-Devotionalien gefunden worden. Auch Computer wurden sichergestellt.

Die Beweise, welche die Dresdner Anwälte so sammelten, reichten offenbar aus, um terroristische Strukturen belegen zu können. Dafür bedarf es mehr als Beweise darüber, dass sich mehrere Personen per WhatsApp oder Facebook zu Straftaten verabredeten. Sie müssen gemeinsam fast wie in einem Verein agieren, mit einer Hierarchie und einer Idee, der sich der Einzelne unterordnet.

Freital war im vergangenen Jahr in den Schlagzeilen. In dem Ort, der unweit von Dresden liegt, hatten Rechtsextreme wochenlang vor einem Flüchtlingsheim demonstriert. Immer wieder wurden Asylbewerber und Helfer angegriffen. Anfang November explodierte etwa ein Sprengsatz vor einem Mehrfamilienhaus, in dessen Erdgeschoss Asylbewerber untergebracht waren. Ein Syrer wurde verletzt.

Freital - "Natürlich hat das etwas mit Rassismus zu tun" Im Juni 2015 protestieren im sächsischen Freital Gegner des Asylbewerberheims lautstark und teilweise gewaltsam. Befürworter demonstrieren ebenfalls. Polizisten trennen die Seiten. Doch wie soll das weitergehen?