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Einen Tag nach dem Absturz der EgyptAir-Maschine haben Suchmannschaften nach Angaben der ägyptischen Armee Wrackteile des Flugzeugs im Mittelmeer entdeckt. Die Teile seien 290 Kilometer nördlich der ägyptischen Küstenstadt Alexandria gefunden worden, hieß es.

An der Suche beteiligt sind unter anderem Marineschiffe und Flugzeuge aus Ägypten und Griechenland. Auch Frankreich und die USA wollten Teams schicken.

Ägyptens Präsident Abdel Fattah Al-Sissi hatte eine intensivierte Suche angekündigt. Alle betroffenen Behörden müssten ihre Anstrengungen verstärken, darunter das Ministerium für zivile Luftfahrt, die Marine und die Luftwaffe, hieß es in einer Mitteilung der Präsidentschaft.

Die Fluggesellschaft EgyptAir hatte frühere Angaben korrigiert, nach denen schon bereits erste Trümmerteile gefunden worden seien.

Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums gibt es derzeit keine Hinweise auf eine Explosion an Bord des Flugzeuges. Es sei aber noch zu früh, um eine Ursache für den Absturz auszuschließen. Zuvor hatte der TV-Sender NBC berichtet, Infrarotsensoren hätten Hinweise auf eine Explosion geliefert. Der Sender berief sich dabei auf einen anonymen Mitarbeiter eines amerikanischen Geheimdienstes.

Ägypten und Frankreich wollen jetzt gemeinsam die Umstände untersuchen, die zu dem Absturz geführt haben. Ägyptens Regierung hielt einen Terroranschlag für plausibler als ein Unglück. Frankreichs Präsident François Hollande sprach von der Möglichkeit eines Unfalls oder eines terroristischen Hintergrunds. Man solle noch kein Szenario ausschließen. Französische und ägyptische Behörden haben Ermittlungen eingeleitet.

Kein Notruf abgesetzt

Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière sagte, über mögliche Konsequenzen aus dem Absturz könne erst gesprochen werden, wenn die Ursache feststehe. Er fügte hinzu, dass die deutschen Behörden bereits seit dem Absturz einer russischen Passagiermaschine mit 224 Todesopfern über der Sinaihalbinsel Ende Oktober die Zusammenarbeit mit Ägypten bei der Flugsicherheit verstärkt habe. Ägypten habe seither große Fortschritte bei der Flugsicherheit gemacht.

Der Airbus A320 war mit 66 Menschen an Bord auf dem Flug von Paris nach Kairo, als er etwa eine halbe Stunde vor der geplanten Ankunft vom Radar verschwand. Bislang gibt es keine Hinweise auf überlebende Insassen. An Bord der Maschine waren vor allem Ägypter und Franzosen.

Das Flugzeug war am Donnerstagmorgen gegen 2.30 Uhr in einer Höhe von knapp 11.300 Metern ins Trudeln geraten und sackte danach stark ab. Danach verschwand das Flugzeug vom Radar, wie der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos sagte. Einen Notruf setzten die Piloten nicht mehr ab. Zwar hatte EgyptAir zunächst mitgeteilt, die Maschine hätte angeblich um halb fünf Uhr nachts einen automatischen Notruf gesendet. Später erklärte der ägyptische Luftfahrtminister aber, ein Mitglied der Rettungskräfte habe dies fälschlicherweise berichtet. Es habe kein Notsignal gegeben.