Lesen Sie hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Flugzeugabsturz.

Die Suche nach dem abgestürzten Passagierflugzeugs von EgyptAir geht weiter.  Die Fluglinie korrigierte eigene Angaben, wonach Wrackteile der Maschine gefunden wurden.  "Die gefunden Teile sind nicht von unserem Flugzeug," sagte der Vizepräsidengt der Airline, Ahmed Adel dem TV-Sender CNN. Zuvor hatte bereits Griechenland Berichte aus Ägypten dementiert, wonach Wrackteile des Flugzeugs nahe der Insel Karpathos geortet worden seien.

Aus Athen hieß es zudem, die griechischen Helfer hätten ihre Suche auf Wunsch der Ägypter abgebrochen. Die Flugzeuge seien nach Kreta zurückgekehrt und blieben dort in Bereitschaft.

Am späten Nachmittag hatte die Fluggesellschaft EgyptAir als auch das ägyptische Luftfahrtministerium mitgeteilt, dass Rettungskräfte in der Nähe der griechischen Insel Karpathos sowohl zwei größere Plastikteile als auch Schwimmwesten entdeckt und diese als Teil des abgestürzten Flugzeugs identifiziert hätten. 

Verwirrungen gab es auch über den Fundort der möglichen Trümmerteile: Aus dem griechischen Verteidigungsministerium hieß es, das abgesuchte Gebiet liege rund 200 Seemeilen (370 Kilometer) südöstlich der Insel Karpathos, also rund 70 Seemeilen vor der ägyptischen Küste. Dagegen sprach die ägyptische Seite davon, dass Teile des Airbus A320 ganz in der Nähe von Karpathos gefunden worden seien.

Ursache bleibt unklar

Frankreichs Präsident François Hollande sprach von der Möglichkeit eines Unfalls oder eines terroristischen Hintergrunds, keine Schlussfolgerung sei auszuschließen. Ägyptens Regierung hielt einen Terroranschlag für plausibler als ein Unglück. Die Umstände wiesen darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit eines Anschlags wesentlich höher sei als ein technischer Fehler, sagte Luftfahrtminister Scherif Fathi.

Das EgyptAir-Flugzeug war in der Nacht zum Donnerstag auf dem Weg von Paris nach Kairo ins Mittelmeer gestürzt. An Bord waren außer der Besatzung und Sicherheitsoffizieren 30 ägyptische Passagiere, 15 Franzosen sowie unter anderem Bürger aus Großbritannien, Kanada und dem Irak.

Fracht befand sich dem französischen Verkehrsministerium zufolge nicht an Bord. Der Pilot galt als erfahren, die Wetterbedingungen waren gut. Zudem, so Vize-EgyptAir-Chef Adel, habe sich die Maschine in einem technisch guten Zustand befunden. "Alle nötigen Sicherheitschecks wurden fristgerecht durchgeführt", sagte er CNN.

Egypt Air - Die Route von Flug MS804 Das vermisste ägyptische Passagierflugzeug ist Informationen der Regierung in Kairo zufolge abgestürzt. Die Ursache ist noch ungeklärt.

Sowohl Ägypten als auch Frankreich als Teil der Anti-IS-Koalition waren bereits zuvor Ziel und Tatort von Terroranschlägen. So starben im vergangenen November bei Anschlägen der Terrormiliz Islamischer Staat in der französischen Hauptstadt Paris mehr als 100 Menschen.

Über der ägyptischen Halbinsel Sinai war im Oktober 2015 zudem ein Airbus der russischen Gesellschaft Metrojet mit 224 Menschen an Bord abgestürzt. Russland und auch westliche Staaten gehen davon aus, dass die Maschine durch einen Bombenanschlag zum Absturz gebracht wurde. Insider hatten berichtet, dass ein Egypt-Air-Mechaniker den Sprengsatz in das Flugzeug gebracht hatte. Er hatte den Angaben zufolge einen Cousin bei der IS-Miliz in Syrien.