Die griechische Polizei hat Tränengas und Blendgranaten eingesetzt, um eine Gruppe von rund 300 randalierenden Migranten daran zu hindern, den mazedonischen Grenzzaun in der Nähe des Flüchtlingslagers von Idomeni zu durchbrechen. Griechische Medien berichten, dass Flüchtlinge einen Eisenbahnwaggon bis zur letzten Absperrung der griechischen Polizei schoben, um ihn anschließend als Rammbock zu nutzen. So sollen sie versucht haben, den Zaun auf der mazedonischen Seite zu einzureißen.

Die Lage hatte sich kurz darauf beruhigt. Viele Randalierer und unbeteiligte Migranten, unter ihnen auch Kinder, bekamen wegen der Tränengaswolken Atemwegsbeschwerden.

Im Lager von Idomeni harren seit Monaten knapp 10.000 Menschen aus. Sie hoffen, dass die sogenannte Balkanroute doch wieder geöffnet wird, damit sie nach Zentraleuropa gelangen können. Um ihrem Wunsch nach einer Weiterreise Nachdruck zu verleihen, blockieren manche von ihnen immer wieder die Eisenbahnverbindung zwischen Griechenland und Mazedonien.