Internationale Rettungskräfte haben am Dienstag erneut etwa 3.000 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet. Die Menschen seien bei insgesamt 23 Einsätzen von Schiffen der italienischen Küstenwache, der EU-Militäroperation in der Region und einer Hilfsorganisation in Sicherheit gebracht worden, teilten die italienischen Behörden mit.

Die Flüchtlinge waren in Booten aus Nordafrika in Richtung Italien unterwegs. Insgesamt steigt die Zahl der in dieser Woche geretteten Menschen damit auf 5.600.

Vor allem im Frühling und Sommer wagen zahlreiche Menschen in teils seeuntüchtigen Schlauchbooten die gefährliche Überfahrt. Bislang gibt es aber nach Angaben der italienischen Behörden noch keine Hinweise darauf, dass Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und Afghanistan nach dem Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei auf die Route über Libyen umschwenken. Die meisten der seit Jahresbeginn übers Mittelmeer nach Italien gekommenen Menschen stammen demnach aus Ländern südlich der Sahara.