Die Vereinten Nationen haben ihre Prognose für die Zahl der über Griechenland nach Europa kommenden Flüchtlinge nach unten korrigiert. Laut einem Report des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR wird nicht mehr wie ursprünglich erwartet mit "mehr als einer Million" Menschen gerechnet, sondern mit rund 248.000, die in diesem Jahr über die Griechenlandroute einreisen.

156.000 Menschen sind laut dem Report über diesen Weg seit Jahresbeginn bereits in Europa angekommen. Demnach werden 92.000 weitere Flüchtlinge bis zum Jahresende erwartet.

Grund für die gekappte Prognose ist dem UNHCR-Bericht zufolge die geschlossene Balkanroute und das EU-Abkommen mit der Türkei. Gleichwohl würden Flüchtlinge weiter versuchen, nach Europa zu kommen. Durch die Schließung bestimmter Routen steige außerdem die Wahrscheinlichkeit, dass die Menschen die Dienste von Schleppern in Anspruch nähmen und sich ernsten Risiken aussetzten, heißt es in dem Bericht.