In Kalifornien hat die Polizei einen schwerbewaffneten Mann festgenommen, der sich auf dem Weg zu einer Gay-Pride-Parade in Los Angeles befand. Für einen Zusammenhang der Festnahme mit dem Attentat auf eine Schwulenbar in Florida, bei dem mindestens 50 Menschen getötet wurden, gibt es nach Behördenangaben keine Hinweise.

Der mögliche Angreifer sei vor Beginn der Parade mit Waffen, Munition und Sprengstoff im Auto von der Polizei aufgegriffen worden. Er habe den Beamten gegenüber ausgesagt, die Veranstaltung LA Pride besuchen zu wollen, teilte die zuständige Polizeichefin Jacqueline Seabrooks mit. Sie korrigierte ihre früheren Angaben, nachdem der Verdächtige gesagt haben soll, dass er auf der Veranstaltung Schaden anrichten wolle. Diese Information habe sich als falsch herausgestellt. Bei dem Verdächtigen handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 20 Jahre alten Mann, der aus dem US-Bundesstaat Indiana stammt. 

Das Festival fand trotz der Festnahme statt. Der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, sagte, die Parade solle in Gedenken an die Getöteten in Orlando abgehalten werden. Die Veranstaltung begann mit einer Schweigeminute für die Opfer. Zehntausende nehmen an der jährlichen Parade in Los Angeles teil. Auch in anderen Landesteilen fanden Umzüge unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt.