Am französischen Nationalfeiertag wollten die Menschen in Nizza feiern. Dann raste ein Mann mit einem Lastwagen in die Menge und tötete mindestens 85 Menschen, mehr als 150 wurden teils schwer verletzt. Noch ist unklar, welchen Hintergrund die Tat hat. Es war der dritte schwere Anschlag in Frankreich innerhalb von eineinhalb Jahren. Immer wieder durchziehen Beileidsbekundungen in blau, weiß und rot mit dem Hashtag #JesuisFrance Twitter und Facebook. Ein Land kommt nicht zur Ruhe. Eine Chronologie der jüngsten Geschehnisse:

15. Juli 2016

Ein Mann rast in Nizza mit einem Lastwagen in eine feiernde Menschenmenge. Mindestens 80 Menschen sterben. Sie waren zusammengekommen, um gemeinsam den Nationalfeiertag zu feiern. Über die Hintergründe und Motive des Täters ist zunächst nicht viel bekannt.

24. März 2016

Ermittler nehmen in Paris den mutmaßlichen Terroristen Reda K. fest. Bei ihm fand die Polzei Kalaschnikows und Sprengstoff. Er soll Mitglied eines Terrornetzwerks sein, das einen Anschlag geplant hatte.

7. Januar 2016

Am Jahrestag der Anschläge auf Charlie Hebdo schießen Polizisten vor einem Pariser Kommissariat einen Mann nieder. Er war mit einem Messer bewaffnet und trug die Attrappe einer Sprengstoffweste.

18. November 2015

Bei einem Anti-Terror-Einsatz in Saint-Denis bei Paris nimmt die Polizei sieben mutmaßliche Komplizen der Attentäter fest, die wenige Tage zuvor 130 Menschen getötet hatten. Drei weitere Verdächtige kommen ums Leben – einer ist Abdelhamid Abaaoud, der mutmaßliche Kopf hinter den Anschlägen von Paris.

13. November 2015

Bei einer Anschlagsserie in Paris töten Terroristen 130 Menschen. Während des Länderspiels zwischen EM-Gastgeber und Deutschland ereignen sich fast zeitgleich mehrere Schießereien und Explosionen. Die Angreifer feuern auf Bars und Restaurants, in der Konzerthalle Bataclan, in der gerade die US-Band Eagles of Death Metal auftritt, richten sie ein Massaker an. Allein dort sterben 100 Menschen. Am Stade de France sprengen sich während des Fußball-Länderspiels Frankreich – Deutschland drei Selbstmordattentäter in die Luft. Die Terrororganisation "Islamischer Staat" bekennt sich zu den Anschlägen.

21. August 2015

Ein 25-jähriger Islamist wird im Thalys-Schnellzug Brüssel–Paris bei einem Anschlagsversuch mit einem Schnellfeuergewehr von Fahrgästen überwältigt. Zwei Zuginsassen werden verletzt.

26. Juni 2015

Ein 35-jähriger Islamist wird überwältigt, als er in einem Industriegaswerk in Saint-Quentin-Fallavier bei Lyon eine Explosion verursachen wollte. Er hatte zuvor seinen Arbeitgeber enthauptet und den Kopf mit zwei Islamistenflaggen auf den Fabrikzaun gesteckt.

19. April 2015

Nach der Ermordung einer Frau in Villejuif bei Paris wird ein Student festgenommen. Der 24-Jährige mit Kontakt nach Syrien soll mit einem Waffenarsenal aus Kalaschnikow-Sturmgewehren, Pistolen und Revolver Anschläge auf Kirchen geplant haben.

7. Januar 2015

Beim Anschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo sterben in Paris zwölf Menschen. Zwei maskierte Attentäter dringen in die Redaktionsräume ein und erschießen elf Mitarbeiter des Magazins sowie einen Polizisten. Zu dem Anschlag bekennt sich ein Ableger der Terrororganisation Al-Kaida. Ein weiterer Täter nimmt in einem jüdischen Supermarkt Geiseln, von denen er vier erschießt, bevor er selbst von der Polizei getötet wird. Er hatte sich zuvor zur islamistischen Terrormiliz IS bekannt.

März 2012

Der 23-jährige Mohammed Merah erschießt innerhalb von vier Tagen in Toulouse und Montauban drei Soldaten auf offener Straße. Wenige Tage später erschießt er drei Kinder und einen Lehrer einer jüdischen Schule in Toulouse. Am 22. März wird Merah von einer Spezialeinheit getötet.