Rund sechs Wochen nach dem Absturz einer Egyptair-Maschine im Mittelmeer mit 66 Menschen an Bord hat ein Suchtrupp alle bislang lokalisierten Überreste von Passagieren geborgen. Diese sollen zunächst in Alexandria von Gerichtsmedizinern untersucht und dann zur DNA-Analyse weiter nach Kairo gebracht werden, wie die ägyptische Untersuchungskommission mitteilte. Unter den Opfern sind 40 Ägypter und 15 Franzosen.

Das Spezial-Suchschiff John Lethbridge werde zur Absturzstelle zurückkehren und eine "neue intensive Suche auf dem Meeresboden nach weiteren menschlichen Überresten vornehmen", hieß es weiter. Die Suche werde fortgesetzt, bis sichergestellt sei, dass am Meeresgrund keine weiteren Überreste von Passagieren mehr verblieben.

Der Airbus A320 der ägyptischen Fluggesellschaft war am 19. Mai auf dem Weg von Paris nach Kairo verunglückt. Einen Notruf gab es nicht. Nach dem Absturz wurde über eine Explosion an Bord und einen möglichen Terroranschlag spekuliert, was die ägyptische Regierung jedoch zurückwies.

Die Datenspeicher des Stimmenrekorders der Maschine sind intakt. Damit könne die Auswertung der Daten beginnen, sobald der Flugschreiber zurück in Ägypten sei, bestätigten Ermittler in Kairo. Der Stimmenrekorder, der als zweiter Datenschreiber gefunden wurde, ist derzeit zur Reparatur in Frankreich, um Teile zu ersetzen, die zur Übertragung der Daten notwendig sind. Die Auswertung des ersten Datenschreibers hatte bestätigt, dass sich vor dem Absturz des Flugzeuges auf einer der Toiletten und im Bereich der Bordelektronik Rauch ausgebreitet hatte.

Egypt Air - Die Route von Flug MS804 Das vermisste ägyptische Passagierflugzeug ist Informationen der Regierung in Kairo zufolge abgestürzt. Die Ursache ist noch ungeklärt.