Auf das Nationale Institut für Kriminalistik in Brüssel ist ein Brandanschlag verübt worden. Verletzt wurde niemand. Nach Angaben der Feuerwehr entstand großer Sachschaden. 

Die Staatsanwaltschaft geht von einem kriminellen Hintergrund aus. "Es ist vermutlich kein Terrorismus. Es handelt sich um eine Straftat", sagte eine Sprecherin. Ziel sei offenbar gewesen, Beweismaterial zu zerstören. Die Polizei nahm fünf Verdächtige für Befragungen fest. Das Institut ist eine wissenschaftliche Einrichtung der belgischen Justizbehörden, das unter anderem die Spuren von Verdächtigen analysiert.

Berichte, wonach vor dem Gebäude eine Bombe gezündet wurde, konnten die Ermittler nicht bestätigen. Der oder die Brandstifter hätten in einem Labor Feuer gelegt, in dem DNA-Proben von Verdächtigen analysiert würden. Möglicherweise sei dabei Material mit einem lauten Knall verbrannt.

Die belgischen Sicherheitskräfte sind seit den Selbstmordanschlägen vom März in erhöhter Alarmbereitschaft. Damals waren bei Bombenanschlägen am Flughafen und in einer Metrostation im EU-Viertel 35 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden.