Berlin hat dem Flüchtlingsheimbetreiber PeWoBe fristlos gekündigt. Sozialsenator Mario Czaja habe damit auf menschenverachtende Mitarbeiter-Mails reagiert, berichtete der Tagesspiegel.

"Der derzeitige Umgang mit dem unsäglichen und aus meiner Sicht nicht erklärbaren und durch nichts zu entschuldigenden Mailaustausch macht deutlich, dass eine weitere Zusammenarbeit mit der PeWoBe nicht mehr möglich ist", zitierte die Zeitung den Senator.

Über die E-Mails hatten zuerst die Bild und die BZ berichtet. Darin diskutierten Mitarbeiter etwa über die Verwendung einer Geldspende. Ein Sandkasten scheide aus, weil der sich "bei unseren Bewohnergruppen ganz schnell in einen Aschenbecher oder ein heimisches Klo" verwandele, schrieb eine leitende Mitarbeiterin. Sie schlug stattdessen unter anderem eine Kinderguillotine vor.

Eine weitere PeWoBe-Mitarbeiterin befürwortete den Vorschlag, das sei "mal was anderes als das Standardprogramm". Im weiteren Verlauf des E-Mail-Verkehrs war von "Enthauptungen" die Rede, die Dreck machen würden, "weil es immer ein bisschen spritzt". Außerdem wurde ein "großvolumiges Krematorium" als Entsorgungsmöglichkeit ins Spiel gebracht. Im selben Kontext war auch die Rede von "max. Pigmentierten", deren Aufgabe die Reinigung sein sollte.

PeWoBe war zuvor mehrfach in die Kritik geraten. So soll es etwa in einem von der Firma betriebenen Heim in Berlin-Hellersdorf unhaltbare Zustände gegeben haben. In einer anderen Einrichtung in Lichtenberg sollen die hygienischen Zustände "auf dem allerletzten Stand" sein.