Seit Freitag hatte Starkregen zu heftigen Überflutungen im US-Staat Louisiana geführt: Ganze Stadtviertel wurden von den Wassermassen eingeschlossen, eine wichtige Autobahn überflutet. Mehr als 20.000 Menschen wurden seitdem gerettet, berichtete Gouverneur John Bel Edwards. Davon seien rund 10.000 in Notunterkünften untergebracht worden. Vier Menschen starben laut Behördenangaben.

Der Gouverneur sprach von einem "ernsten Ereignis". Die Bewohner seien aus Häusern und Autos gerettet worden. Besonders schwer betroffen war die Gegend um Baton Rouge, die Hauptstadt von Louisiana. Für die Gemeinden Tangipahoa, St. Helena, East Baton Rouge und Livingston rief die Regierung den Notstand aus.

Mittlerweile erklärte US-Präsident Barack Obama die überschwemmten Regionen zum Katastrophengebiet, um so Finanzmittel aus dem US-Bundeshaushalt für die Bergungsarbeiten freizugeben.

Um Edward's Amtssitz in Baton Rouge stand das Wasser brusthoch. Vor einem Einkaufszentrum in der Stadt ragten nur noch die Dächer geparkter Fahrzeuge aus dem Wasser. Viele Menschen suchten in Kirchen Zuflucht. Freiwillige beteiligten sich mit Booten an Rettungseinsätzen. In Livingston und East Baton Rouge wurden nach Behördenangaben jeweils rund 1.000 Wohnhäuser durch die Wassermassen beschädigt, in anderen Gegenden waren Hunderte Häuser von Verwüstungen betroffen. Die Rettungsszenen waren teilweise sehr dramatisch:

Meteorologen sagen voraus, dass das Sturmtief langsam nach Norden weiterziehen werde. Für den Norden Louisianas und das südliche Texas sagten sie tagelange heftige Regenfälle voraus.