Die Nachfrage nach dem sogenannten Kleinen Waffenschein nimmt weiter zu. Ende September waren 440.185 dieser Waffenscheine für Schreckschusspistolen, Pfefferspray und Reizgas registriert, berichtet Spiegel Online unter Berufung auf Zahlen des Bundesinnenministeriums.

Im ersten Halbjahr war die Zahl bereits von 301.000 auf 402.000 gestiegen. Der Anstieg setzte nach den Übergriffen der Silvesternacht in Köln ein.

Die meisten Kleinen Waffenscheine waren Anfang Oktober in Nordrhein-Westfalen registriert (6,4 je 1.000 Einwohner), die wenigsten in Thüringen (2,2). Im Schnitt waren es in Deutschland 5,4.

Die Polizei sieht den Trend kritisch. "Diese Gegenstände können dem Nutzer in einer Gefahrensituation entrissen und dann gegen ihn eingesetzt werden", heißt es von der Polizei Köln. Die Laien am Abzug könnten dann nicht nur andere gefährden, sondern auch sich selbst.

Pistolen für Gas- oder Platzpatronen sind in Deutschland für Erwachsene ohne Prüfung käuflich. Wer die Waffe aber außerhalb der Wohnung bei sich haben will, braucht seit 2003 den Kleinen Waffenschein, den man bei Behörden beantragen kann.

Angst - Ein Besuch im Waffenladen Zu Beginn des Jahres 2016 sind Pfefferspray und Schreckschusspistolen gefragt wie nie. Decken sich die Deutschen mit frei verkäuflichen Waffen ein?