Im Prozess um einen Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Hirschau in der Oberpfalz (Bayern) hat das Landgericht Amberg eine Haftstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verhängt. Der Angeklagte sei der gefährlichen Körperverletzung und versuchten schweren Brandstiftung schuldig, sagte die Vorsitzende Richterin. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 25-Jährige im Februar eine mit einer brennbaren Flüssigkeit gefüllte Flasche durch ein Fenster der Unterkunft geworfen hatte.

Dass sich der Brandsatz nicht entfachte und keiner der neun Bewohner verletzt wurde, "war glücklichen Umständen zu verdanken", sagte die Richterin.

Die Körperverletzung bezieht sich auf einen weiteren Fall von Juli 2015, als der Angeklagte eine Bierflasche in Richtung einer Gruppe Menschen warf und eine Person verletzte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.