Im Kongo sind bei einem Erdrutsch mindestens 20 Menschen in einer Goldmine getötet worden. Der Bergbauminister der Region Kivu, Apollinaire Bulindi, sagte der Nachrichtenagentur AFP, es sei zu befürchten, dass die Zahl der Toten weiter steigen werde. Viele Menschen hätten in der Mine ordnungswidrig gearbeitet, darunter illegale Bergleute. Die Behörden der Provinz hätten keine Kontrolle, es seien "Soldaten, die dort arbeiten". Lokale Behördenvertreter sagten, es seien möglicherweise bis zu 40 Arbeiter verschüttet worden.

Die Provinz Süd-Kivu ist reich an Bodenschätzen, vor allem an mineralischen Rohstoffen wie Gold und Kupfer. Die Minen, in denen die Rohstoffe abgebaut werden, sind häufig in schlechtem Zustand. Felsschläge oder Erdrutsche sind an der Tagesordnung, Sicherheitsstandards sind oft unprofessionell.

Ein großer Teil des Goldes aus dem Kongo wird nach Uganda, Ruanda oder Burundi geschmuggelt. Obwohl die Demokratische Republik Kongo zu den Weltmarktführern bei Rohstoffen wie Kobalt zählt, ist es eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt.