Eine Verkehrskontrolle der kroatischen Polizei hat offenbar Dutzenden Migranten das Leben gerettet. Der kroatische Gesundheitsminister Milan Kujundzic sagte, 42 der 67 Insassen eines völlig überfüllten Kleinlastwagens seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Einige hätten an einer Kohlenmonoxidvergiftung gelitten. Manche seien bewusstlos geborgen worden.

"Es ist ein ernster medizinischer Zustand und es ist gut, dass sie gefunden wurden", sagte Kujundzic. "Die meisten von ihnen werden entlassen, aber drei oder vier werden zur weiteren Beobachtung im Krankenhaus bleiben." 

Der Lieferwagen wurde am Samstagabend bei Novska, rund 100 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Zagreb, angehalten und kontrolliert. Nach Angaben der kroatischen Polizei hatte er britische Nummernschilder. Gegen zwei Bulgaren werde wegen des Verdachts des Menschenschmuggels ermittelt. Der Lieferwagen sei Richtung Zagreb und dann weiter nach Westeuropa unterwegs gewesen. 

Kujundzic sagte, auch zwei Kinder seien in dem Laderaum des Lieferwagens eingepfercht gewesen. Die Migranten seien frierend und hungrig angetroffen worden. Einige hätten gesagt, sie hätten seit fünf Tagen nichts gegessen. Sie sollen aus Pakistan und Afghanistan stammen.

Im benachbarten Serbien sind Tausende Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Westeuropa gestrandet. Etliche versuchen nach Schließung der Grenzen, die EU-Mitgliedsländer Kroatien oder Ungarn mit Hilfe von Schleusern zu erreichen.